Betriebsstelle
Stückgutumschlag
Kürzel
SUM
| Besitzer: | *** | Modulnr: | EmOtt396 |
|---|---|---|---|
| Ort: | SUM | Typ: | Anschluss (Anst) |
Allgemeine Bemerkungen
Mit dem weiteren Wachstum der Unternehmen, welche die ehemaligen Stückgutanlagen übernommen hatten, stießen auch diese Standorte zunehmend an ihre Grenzen. Die vorhandenen Hallen, Rampen und Verkehrsflächen waren vielfach zu klein, entsprachen nicht mehr den Anforderungen moderner Logistik und ließen sich nur eingeschränkt an neue betriebliche Abläufe anpassen. In der Folge verlagerten zahlreiche Unternehmen ihre Aktivitäten an größere, verkehrsgünstiger gelegene und zeitgemäßer ausgestattete Standorte. Die ehemaligen Stückgutanlagen verloren damit ein weiteres Mal ihre Funktion und fielen teilweise erneut brach.Der weitere Umgang mit den Anlagen entwickelte sich dabei sehr unterschiedlich. Einige Standorte wurden vollständig zurückgebaut, Hallen und Rampen abgerissen und die Flächen einer neuen Nutzung zugeführt. An anderen Orten blieben Teile der Infrastruktur erhalten und wurden für neue Zwecke umgenutzt. Teilweise entstanden durch den Rückbau nicht mehr benötigter Gebäude und Rampenanlagen sogar zusätzliche Flächen für den Bahnbetrieb. Dadurch konnten vorhandene Gleisanlagen neu geordnet, erweitert oder für andere Formen des Güterverkehrs angepasst werden.
Bemerkungen zum Personenverkehr
Auch DB Regio und DB Fernverkehr machten sich die frei gewordenen Flächen ehemaliger Stückgutanlagen zunutze. Auf Teilen dieser Areale entstanden neue Betriebsstätten und Abstellanlagen, in denen Reisezüge zwischen ihren Einsätzen gereinigt, versorgt, kontrolliert und für die nächste Fahrt vorbereitet werden konnten.Dabei erwies sich die vorhandene Anordnung der ehemaligen Stückgutrampen teilweise als besonders günstig. Die langen, parallel zu den Gleisen verlaufenden Rampen ermöglichten dem Reinigungspersonal einen vergleichsweise einfachen Zugang zu den abgestellten Wagen. Mitarbeiter konnten sich entlang der Züge bewegen und von Wagen zu Wagen wechseln, ohne größere Höhenunterschiede überwinden zu müssen. Dadurch ließ sich die Innenreinigung sowie die weitere Aufbereitung der Fahrzeuge effizient organisieren.
Auf diese Weise erhielten Teile der ursprünglich für den Güterumschlag errichteten Infrastruktur eine völlig neue Funktion: Aus ehemaligen Umschlagplätzen für Stückgut wurden Betriebsflächen für den Personenverkehr, auf denen die vorhandene bauliche Struktur weiterhin sinnvoll genutzt und an die Anforderungen des modernen Bahnbetriebs angepasst werden konnte.
Bemerkungen zum Güterverkehr
Viele ehemalige Stückgut- und Güterverkehrsanlagen befinden sich heute in einer Art „aktivem Dornröschenschlaf“. Eine intensive Nutzung findet nicht mehr statt, dennoch bleiben Teile der Gleisanlagen betrieblich erhalten und dienen vor allem der Abstellung von Leerwagen oder vorübergehend nicht benötigten Fahrzeugen.Damit übernehmen solche Standorte zugleich Aufgaben des Stillstandsmanagements. Fahrzeuge können dort geordnet abgestellt, vorgehalten und bei Bedarf wieder dem Betrieb zugeführt werden. Die dafür benötigten Gleise, Weichen und Zufahrten bleiben in einem entsprechend nutzbaren Zustand und werden weiterhin instand gehalten.
So verhindert die begrenzte betriebliche Nutzung vielerorts einen vollständigen Rückbau und erhält zumindest einen Teil der ehemaligen Güterverkehrsinfrastruktur.
Keine Gleise vorhanden.
Keine Bahnsteige vorhanden.
Keine Ladestellen vorhanden.
Keine Frachten vorhanden.